Wilhelm Wulff
„Mädchen“  erste Hälfte 1950er Jahre, ev. 1954 

Kindliche Mädchenfigur mit hinter dem Körper verschränkten Armen. Die locker hängende linke Hand hält ein Tuch, das bis auf den Boden herabhängt. Die Plastik wurde 1960/61 im Garten des Burghofmuseums aus- gestellt. Nach seiner Ausbildung und ersten naturalis- tischen Arbeiten vor allem in Holz kehrte Wilhelm Wulff 1919 nach Soest zurück, heiratete Amanda Viegener und wandte sich kubistischen Gestaltungsformen zu. Er schuf außerdem in Zusammenarbeit mit dem Architekten Bruno Paul Intarsien, Mosaik- und Reliefarbeiten (für den Bruno-Paul-Villen Sternberg, Jahn, Plange). Durch Hermann Kätelhön machte er Bekanntschaft mit Industriellen aus dem Ruhrgebiet. In den 1930er und 1940er Jahren schuf er monumentale realistische Plastiken vor allem für den Bergbau. Zu seinen bekanntesten Werken aus diese Zeit gehört der „Wettersteiger“ vor der Verwaltung der Harpener Bergwerks AG in Dortmund. 1939 schuf er im Rittersaal des Burghofmuseums zwei Wandreliefs (Soester Fehde, sechs mittelalterliche Könige). Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete er im Auftrag der Stadt drei Nischen des beschädigten Osthofentores. Die Patroklusfigur soll die Züge seines in Russland gefallenen Sohnes Thomas tragen. 
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